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Welchen Wert hat ein Schwerkranker oder Alter für uns?

QUERGESCHRIEBEN / die Presse  vom 27.4.2020

von Gudula Walterskirchen

Welchen Wert hat das Leben Schwerkranker und Alter für uns?

Vor wenigen Wochen forderte man noch das Recht auf Beihilfe zum Suizid für Schwerkranke. Dann legte man zu ihrem Schutz eine Volkswirtschaft lahm.
Selten zuvor hat die regelmäßig veröffentlichte Statistik über die Sterbefälle in Österreich eine dermaßen hohe Aufmerksamkeit und Bedeutung wie derzeit. Von der Bilanz de ersten Quartals 2020 hing unter anderem ab, wie die rigorosen und folgenschweren Maßnahmen eingestuft werden und wie die Auswirkungen von Govid-19 einzuordnen sind - soweit man das heute schon kann. Die Zahl der gesamten Sterbefälle war auch insofern interessant da oft hinterfragt wurde, ob jemand mit oder am Coronavirus verstorben war. Vor wenigen Tagen wurde sie endlich veröffentlicht. Die Statistiker hatten Glück, die Medien Obernahmen Ihre Interpretation der Zahlen, ohne sie naher zu hinterfragen. Tenor der Aussendung dar Statistik Austria: Es Ist ab Ende März Im Vergleich zu den Vorjahren eine deutlich erhöhte Sterblichkeit ablesbar, vor allem in der Kohorte der über 65-Jährigen. Subtext: Dar Anstieg hängt mit der Corona-Epidemie zusammen.

Betrachtet man die Zahlen hingegen näher, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Nicht, wie zu vermuten wäre, Ende März am Höhepunkt der Corona-Epidemie in Österreich, sondern bereits Ende Jänner 2020 verzeichnet die Statistik die mit Abstand meisten Sterbefälle – und das in allen Altersgruppen, auch bei den über 65-Jährigen. Die erhöhte Sterblichkeit im ersten Quartal kann also nicht nur mit Corona zusammenhängen. Dafür spricht auch, dass in den Vorjahren die Sterbefälle in ähnlichem Ausmaß von Jänner bis März gesunken sind, wenngleich auch auf etwas niedrigerem Niveau. Allerdings ist letztlich (noch) nicht klar, ob diese unspektakulären Zahlen den drastischen Maßnahmen zu verdanken oder relativ unbeeinflusst davon sind.

Durch die Coronakrise sind mit einem Schlag das Sterben und der Tod in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Es wird uns wieder bewusst, dass es natürlich Abläufe gibt, denen wir uns nicht entziehen können. Daran ist niemand schuld und niemand kann es letztlich verhindern, kein Arzt, kein Wissenschaftlicher und kein Politiker. Mit dem Bewusstsein der Endlichkeit leben wir In einer steten Angst, mit der wir Irgendwie zurande kommen müssen. Die einen suchen Hoffnung in der Religion mit einer Gewissheit auf das ewige Leben nach dem Tod. Die anderen versuchen den Tod zu verdrängen oder meinen, dass sie den Tod mittels „Selbstbestimmung“ in den Griff bekommen können.

Unmittelbar vor Ausbruch von Covid 19 erlaubten Deutschlands Höchstrichter die gewerbliche Sterbehilfe, und in Österreich wird im Juni ein Urteil zum assistierten Suizid erwartet. Menschen die ihr Leben als sinnlos und ab Belastung für sich oder andere erschien, weil sie alt und/oder schwerkrank sind, sollen beim Suizid unterstützt werden dürfen. Letztlich geht es auch um die Frage, ob eine Gesellschaft das Leben eines Schwerkranken als lebenswert einstuft.

Mitten m dieser Debatte schlägt nun das Coronavirus ein, das bekanntlich für genau jene Gruppe der Schwerkranken besonders gefährlich ist. Um deren Leben (vorerst) zu retten, wurden ganze Volkswirtschaften lahmgelegt und Menschen wochenlang zu Quarantäne und Isolation angehalten. Jedem, der die Verhältnismäßigkeit in Frage stellte, wurde entgegengehalten, dass es schließlich um Menschenleben gehe, die es zu retten gelte. Das signalisiert, dass die Gesellschaft das Leben Schwerkranker als erhaltenswert betrachtet. Was gilt nun?

Wir haben eine Zeit hoher Staatsschulden, Arbeitslosigkeit und harter Verteilungskämpfe vor uns. Es wäre an der Zeit, sich die Frage zu stellen, ob uns das Leben an sich wirklich als schützenswert erscheint – von dessen Anfang im Mutterleib bis zu dessen natürlichem Ende. Wenn wir hingegen den Wert eines Lebens relativieren, nach Alter und Gesundheitszustand, wird bald die gefährliche Frage nach der Nützlichkeit eines Menschenlebens zur Debatte stehen.

 

 

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