2018-07-30
Gefährdet das neue Arbeitszeitgesetz die Sonntags- und Feiertagsruhe?

Gefährdet das neue Arbeitszeitgesetz mit dem 12-Stunden-Tag
die
Sonntags- und Feiertagsruhe?

Eingriff in Wochenend- und Feiertagsruhe

Die österreichische Bischofskonferenz hat an den Plänen der Regierung zur Ausdehnung der Höchstarbeitszeit heftige Kritik geübt.

Unter anderem wird kritisiert, dass die neue Regelung eine Geringschätzung des Familienlebens mit gravierenden Auswirkungen auf die gesellschaftliche Ordnung darstelle.

Den Betrieben werde es möglich sein, „die Arbeitnehmer an jedem beliebigen staatlichen Feiertag oder Wochenendtag zur Arbeitsleistung zu verpflichten“, warnte die Bischofskonferenz in ihrer Stellungnahme.

Die Bischofskonferenz fürchtet weiters einen „Dammbruch“ hinsichtlich der Beschränkungen der Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen. Diese stellten „neben ihrer Eigenschaft als Ausdruck kultureller und religiöser Identität“ für alle Menschen „einen unverzichtbaren Wert“ dar – nämlich als „Familien- und Beziehungstage“, „Tage der Begegnung und der Gemeinschaft“ der „Muße und Erholung“, sowie Tage des „privaten und zivilgesellschaftlichen Engagements“.

Auch von der „Allianz für den freien Sonntag“ wurde Kritik daran geübt, dass vorgesehen sei, dass bei vorübergehend auftretendem besonderen Arbeitsbedarf an vier Sonntagen oder Feiertagen pro Jahr gearbeitet werden kann.