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Was ich nicht tun will, das tue ich (Römer 7:19)
Pornografie im Internet vom 01. Feb 2018

WAS ICH NICHT WILL, DAS TUE ICH (Römer 7:19)

Früh morgens besuche ich Phil Pöschl, den Gründer und Obmann von Safersurfing.

Der Verein bietet u.a. Schutz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor suchtfördernden Inhalten im Internet, im Besonderen Pornografie und damit in Verbindung stehenden Themen.


Ich möchte mehr darüber wissen, bin selbst Mutter von zwei Kindern im Alter von 10 und 11 Jahren. Smartphones konnten wir lange hinauszögern, doch jetzt haben sie eines und sind somit auch mit der virtuellen interaktiven Welt konfrontiert. Obwohl sie das Handy nur zeitlich begrenzt nutzen und eigentlich auch nur eines haben, um im Notfall zu Hause anzurufen, merke ich, wie sehr sie jeden Tag der Verlockung ausgesetzt sind, damit im Internet zu surfen, Videos aufzunehmen oder sich dem großen Angebot der Spielewelt hinzugeben. Der Gruppenzwang bei Schulkollegen und Freunden ist groß und man bekommt schnell zu spüren: „Wenn du nicht das aktuellste Smartphone hast, gehörst du einfach nicht dazu.“
Jeden Tag überlege ich als Mutter, wie ich der Massenbewegung entgegensteuern kann, rede mit meinen Kindern und versuche konsequent zu bleiben. Die ersten Alarmglocken läuteten, als meine Tochter vor einigen Monaten einen Soft-Porno per WhatsApp übermittelt bekam. Sie wusste gar nicht recht, wie sie es mir sagen sollte, da sie zuerst Schuldgefühle plagten, weil sie glaubte, ich würde sie deshalb schimpfen. Wir haben darüber gesprochen, WhatsApp deinstalliert und sie hat es verstanden. Inzwischen höre ich nicht mehr so oft: „Warum darf ich das Handy nicht haben?“ Meine Kinder haben akzeptiert, dass es das Handy eben nur zu bestimmten Zeiten gibt.
Vor der Schule komme ich immer wieder mit Eltern ins Gespräch. Auch sie fragen mich, wie ich mit dem Thema umgehe, und viele von ihnen sind ebenfalls ratlos, klagen darüber, dass die schulischen Leistungen schlechter werden und die Konzentration bei den Kindern nachlässt.

Die neuesten Techniken haben gewiss viele Vorteile, trotzdem muss ein verantwortungsvoller Umgang mit den neuen Medien erst erlernt werden, davon ist das Team von Safersurfing überzeugt. Wir als Christliche Partei Österreichs (CPÖ), die sich nicht nur für politische Themen stark macht, sondern auch an Familie, Gesellschaft, Bildung und Jugend interessiert ist, fragen nach, wie das geht.

CPÖ: Womit ist mein Kind in der virtuellen Welt konfrontiert?

Phil Pöschl: Im Internet begegnen Kinder verschiedensten Dingen. Nicht alles davon ist tatsächlich für sie geeignet und gut. Kinder sind leicht zu gewinnen, zu manipulieren und sollen als zukünftige Kunden herangezogen werden. Porno- und Spieleindustrie meinen es nicht unbedingt gut, sie sind hier vor allem am Geld interessiert.
Wir sind nicht gegen die Technik, es geht vor allem um die Inhalte, die Kindern und Jugendlichen vermittelt werden. Wir sind als Eltern gefragt, Eigenverantwortung für unsere Kinder zu übernehmen und das Feld nicht Fremden zu überlassen.

 

CPÖ: 9 von 10 Kindern im Alter von 8 bis 16 Jahren haben online bereits Pornofilme gesehen.

PP: Kinder suchen meist nicht von selber nach Pornografie, sondern stolpern oft unvorbereitet und zufällig darüber bzw. werden durch andere damit konfrontiert. Die meisten Kinder (Mädchen und Jungen) sind im Durchschnitt 11 Jahre alt, wenn sie das erste Mal mit Pornografie in Berührung kommen. Allerdings hat Safersurfing bereits Erfahrung damit gemacht, dass teilweise auch schon 8 bis 9-Jährige Gewaltpornografie konsumieren. Eltern sind sich oft nicht wirklich bewusst, was alles auf dem Markt ist und wie leicht es an die Kinder gelangt. Ein erster Zugang passiert über Schulkollegen (Smartphones), ältere Geschwister, andere Teenager, Erwachsene oder Printmedien ...

 

CPÖ: Warum sollten wir als Eltern mit unserem Kind über Pornografie sprechen? In unserem Haushalt gibt es so etwas nicht, und bei den Fernsehsendungen achten wir sehr darauf, was es sehen darf.

PP: Mittlerweile stellt sich leider nicht mehr die Frage: „Wird mein Kind Pornografie sehen?“, sondern nur mehr: „Wann wird das sein?“

Ab dem Zeitpunkt, zu dem ein Kind bzw. dessen Freundeskreis freien Internetzugang hat, kommt es früher oder später mit pornografischen Darstellungen in Berührung.

Wir bekommen derzeit viele Anfragen von Volksschulen, wie man damit umgehen soll.

Jedes Smartphone bietet einem Kind die Möglichkeit, alles zu sehen. Kinder suchen zwar meist nicht absichtlich nach pornografischen Inhalten, stoßen aber dann oft auf Internetseiten, die die Eltern nicht für möglich gehalten haben.

 

CPÖ: Als Elternteil ein gutes Vorbild sein und was ich noch alles tun kann!


PP: Wichtig ist, Zeit zu investieren in die Beziehung zu den Kindern; Offenheit und Ehrlichkeit vorleben; eine Atmosphäre zu schaffen, wo Probleme, Sorgen und Versagen ans Licht gebracht und konstruktiv verarbeitet werden können.
Nicht mit allem und allen konform gehen; dem Gruppendruck standhalten (zum Beispiel: „Alle anderen haben ein Smartphone!“). Wenn man es dann genauer hinterfragt, entspricht dies oft gar nicht der Realität. Einige Kinder haben z.B. ein Handy ohne Internetzugang oder noch gar kein Handy.
 

Klein beginnen – langsam erweitern.

Mein Kind braucht vielleicht ein Notfallhandy zum Telefonieren und SMS-Schreiben, aber kein Smartphone mit uneingeschränktem Internetzugang. Vor allem Volksschulkinder brauchen kein Smartphone. Ich bin keine Rabenmutter/kein Rabenvater, nur weil ich nicht alles akzeptiere.
Am besten wartet man mit dem Hergeben eines Smartphones so lange wie möglich. Die Kinder werden so nicht gleich der virtuellen Welt ausgesetzt und bleiben eine Zeit lang davor geschützt.

Was Kinder bei Freunden, in der Schule, am Spielplatz, im Sportverein usw. zu sehen und zu hören bekommen, entzieht sich zumeist der elterlichen Obhut. Hier ist Achtsamkeit mit Fingerspitzengefühl wichtig: ungezwungen nachfragen; bestimmte Themen anschneiden und auf die Reaktion des Kindes achten; Zeit und Gelegenheit zum Gespräch geben.

Eltern sollten sich bewusst sein, dass die Spiele- und Telekommunikationsindustrie daran interessiert ist, die Kinder möglichst früh an sich zu binden. Es wird vermittelt, dass Kinder nur „medienkompetent“ sein müssten, um mit Inhalten im Netz gut umgehen zu können.

 

Wach bleiben und das Thema nicht naiv betrachten.

Ganz wichtig ist, mit den Kindern darüber zu reden. Offen und altersgerecht kommunizieren, ohne ein Kontroll-Freak zu werden oder sich über die Sache lustig zu machen. Interesse daran zeigen, womit sich mein Kind beschäftigt, und besprechen, was wir zusammen als Familie diesbezüglich entscheiden.

 

Aufklärung zur richtigen Zeit
Kinder, die Fragen zur Aufklärung stellen, sind nie zu jung für die Antwort.

 

CPÖ: Wie kann ich mein Kind am besten unterstützen und schützen?

PP: Kinder sollten wissen, wie die eigene Entwicklung, aber auch die Entwicklung des anderen Geschlechts abläuft. Aufklärung besteht nicht nur darin, sein Wissen über den Ablauf des Geschlechtsverkehrs weiterzugeben. Ebenso gehören alle körperlichen Veränderungen besprochen, wie Bartwuchs, Achselhaare, Schamhaare, Brust, Menstruation, Samenerguss … Es ist ratsam, Geschlechtsteile wie Penis und Vagina nicht mit Kunstwörtern zu verniedlichen, sondern sie einfach beim Namen zu nennen.

Des Weiteren ist es unumgänglich, mit dem Kind darüber zu sprechen, womit es sicherlich konfrontiert wird – z. B. angenehme und unangenehme Berührungen, gute und schlechte Geheimnisse, Pornografie …

 

CPÖ: Bringe ich mein Kind nicht auf dumme Ideen, wenn ich zu früh mit ihm darüber spreche?

PP: Nein. Wenn ein Kind einmal in irgendeiner Form mit Pornografie konfrontiert wird und nicht weiß, was da abläuft, kann es sein, dass es schweigt und voller Scham ein Geheimnis mit sich herumträgt. Dies kann ein Kind sehr belasten.

Oft kommen jüngere Kinder durch ältere mit Pornografie in Kontakt, die womöglich die Kleinen unter Druck setzen, ja nichts zu verraten. Durch solche Gegebenheiten kommt ein jüngeres Kind in einen starken Gewissenskonflikt. Wenn es jedoch weiß, Mama und Papa kennen das und haben es mir erklärt, ich muss nichts verbergen und darf ihnen alles erzählen, dann wird es für das Kind viel leichter sein, die belastende Situation den Eltern mitzuteilen.

 

Buchtipps dazu:

Wir Powergirls - Das schlaue Mädchenbuch

Endlich ein tolles Aufklärungsbuch für Mädchen. 

Kein Gender-Gaga, kein Barbie-Kult. Dafür jede Menge wichtige Fragen und Antworten in fröhlichem Ernst.

Wir Powergirls‘ begegnet der Herausforderung des Erwachsenwerdens mit ganzheitlicher Aufklärung: Locker und humorvoll werden wichtige Fragen und Antworten behandelt, damit aus tollen Mädchen echte, starke und beziehungsfähige Frauen werden.

 

Rakete startklar - Wie aus Jungs echte Kerle werden

Ein Aufklärungsbuch, das offen, humorvoll und altersgerecht zur Sache kommt: Es verrät, wie Jungen zu echten Kerlen werden. In einem Universum voller Planeten (genannt beispielsweise „Testosteron“, „Wie Mädchen ticken“ oder „Sexualität“) startet eine spannende Reise zum Thema, was es bedeutet, ein Mann zu werden.

Die Bücher können über unseren Shop https://www.safersurfing.org/shop/ bestellt werden.

 

CPÖ: Was gilt es bei der Installation einer Schutz-Software zu beachten?
PP: Als Erwachsener bin ich dazu verpflichtet, zum Wohle des Kindes zu handeln. Nicht alles, was Eltern entscheiden, gefällt den Kindern, aber es soll ihrem Wohlergehen dienen. Das kann man auch so argumentieren – gerade wenn Teenager es nicht gerne hören. Auf diese Weise lässt sich aufzeigen, dass z. B. eine Internet-Schutzsoftware nicht zum Ärger des Kindes, sondern aus Liebe installiert wird.

Ihr Kind wird eine Sicherheitssoftware leichter akzeptieren können, wenn Sie ihm erklären, dass Sie sie auch aus Eigenschutz installieren. Denn Surfen im Netz ohne lästige Pop-Ups und ohne Gefahr, versehentlich auf Sexseiten zu gelangen, ist auch für Erwachsene angenehm. 


Eltern-Broschüre
Zu diesem Thema gibt es unsere Eltern-Broschüre „Soll das Internet mein Kind aufklären“ unter www.safersurfing.org.

Diese Information für Eltern und Pädagogen im Umgang mit dem Internet wurde auch bereits vom Bundesministerium für Familie beworben.

 

Ein praktischer Tipp für Eltern

Ratsam ist überdies, Handys und Computergeräte nicht in den Kinderzimmern zu lagern. Diese Dinge haben dort nichts verloren. Auch hier ist wieder Reden und die gemeinsame Entscheidung gefragt wie z.B., dass alle Geräte vor dem Schlafengehen an die Ladestation im Vorzimmer kommen.

 

CPÖ: Was gibt es Eltern abschließend noch zu sagen?

PP: Wir denken, Sexualerziehung sollte am besten den Eltern überlassen werden.

Sie sind die, die ihren Kindern am nächsten stehen. Man kann das Kind noch prägen, bevor es fremde Organisationen tun.

Wie Erwachsene suchen auch schon Jugendliche nach Freundschaft und Liebe im Internet. Sie möchten der Realität entfliehen und das Netz bietet ein breites Feld, in dem man sich ungestört aufhalten und verstecken kann. Manche verlieren dabei Zeit und Gefühl, wenn sie z.B. sagen: „Ich war doch nur ein paar Minuten im Internet,“ und in Wirklichkeit waren es zwei Stunden.


An uns Eltern liegt es, Gespräche zu suchen, die Kinder positiv zu unterstützen und ihnen Liebe zu geben. Das ist die beste Hilfe. Es ist nicht aussichtslos – es gibt viel Hoffnung.
 

 

Über den Verein SAFERSURFING
 

Safersurfing ist ein Verein mit dem Ziel, Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor suchtfördernden Inhalten im Internet zu schützen. Die Mission von Safersurfing ist, auf die Gefahren von Pornografie hinzuweisen.
Die Arbeit des Vereins Safersurfing läuft dabei auf zwei Schienen. Einerseits bietet der Verein Hilfestellung für Betroffene und Angehörige an. Dies geschieht auf mehrere Arten, wie etwa Vermittlung von Selbsthilfegruppen oder Therapeuten, aber auch  Veranstaltung von Seminaren und Workshops.

Andererseits arbeitet Safersurfing im schulischen Bereich, sowohl in der Weiterbildung von Lehrern und Pädagogen als auch in der Elternbildung. Zusätzlich gibt es Angebote für Schülerinnen und Schüler. Erst in diesem Jahr hat Safersurfing ein Arbeitsbuch mit Schulmaterialien für den Sexualkundeunterricht herausgegeben. Dieses steht vor allem für eine ganzheitliche, entwicklungssensible und altersadäquate Sexualaufklärung. Das Arbeitsbuch kann kostenlos auf der Safersurfing-Website bestellt werden.
 

Alle Informationen unter: www.safersurfing.org

 

 

 

 

 

 

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