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Christenverfolgung weltweit 2018
Statistik vom 22. Jän 2018

WELTWEITE CHRISTENVERFOLGUNG:

Weltverfolgungsindex 2018


Neuer  Weltverfolgungsindex (WVI)

  • Anfang Jänner veröffentlichte Open Doors den WVI 2018. Darin werden jene 50 Staaten aufgelistet, in denen Christen im Beobachtungszeitraum (1.11.2016 bis 31.10.2017) am stärksten verfolgt wurden.
  • In diesen 50 Ländern leben insgesamt 4,8 Mrd. Menschen von denen sich mehr als 600 Millionen zum christlichen Glauben bekennen, und von diesen 600 Millionen Christen sind mehr als 215 Millionen in einem hohen Maße Verfolgung ausgesetzt. Damit sind die Christen die am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt.
  • Als Hauptursachen für die Christenverfolgung nennt der neue WVI  aufstrebende  radikal-islamische und nationalistische Bewegungen - auf Basis des Kommunismus bzw. des Hinduismus und Buddhismus.

Die „Top -Ten“

  • Negativ-Rangliste der 10 Länder, in denen Christen im Beobachtungszeitraum (1.11.2016 bis 31.10.2017) am stärksten verfolgt wurden:   

Rang im WVI  2018              Rang im WVI  2017

  1.   Nordkorea                      (1)
  2.   Afghanistan                   (3)
  3.   Somalia                          (2)
  4.   Sudan                             (5)
  5.   Pakistan                          (4)
  6.   Eritrea                            (10)
  7.   Libyen                            (11)  
  8.   Irak                                 (7)
  9.   Jemen                             (9)
  10. Iran                                   (8)

 

Hauptursache:  Islamischer Extremismus 

Acht der „Top-Ten“  - islamische Länder  

  • Nordkorea bleibt das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung weltweit. Es führt die Negativ-Rangliste seit 2002 an. Laut Open Doors werden bis zu 70.000 Christen in Straflagern gefangen gehalten, 300.000 Christen müssten ihren Glauben heimlich leben.
  • Eritrea, auch „Nordkorea Afrikas“ genannt, nimmt Platz 6 ein. Neben Verfolgung durch den Staat spielt der islamische Extremismus eine zunehmend größere Rolle: Etwa die Hälfte Bevölkerung sind Muslime, die größtenteils in den Tiefebenen entlang der Küste des Roten Meeres und der Grenze zum Sudan leben und vielfach (zum Teil auch aufgrund der wachsenden Präsenz des militanten Islam in der Region) eine Tendenz zum Extremismus zeigen.
  • Die übrigen 8  Staaten unter den „Top-Ten“ sind durchwegs islamische Länder. Libyen (Rang 7) hat sich um 4 Ränge verschlechtert, während Syrien seine Platzierung von Rang 6 auf Rang 15 verbessert hat und sich nicht mehr unter den „Top-Ten“ befindet.

40 der  50 Länder - islamischer Extremismus

  • 36 der insgesamt 50 Länder sind islamisch, und auch in den nicht-islamischen Ländern Nigeria (14), Äthiopien (29), Kenia (34) und ZAR (35) stellt der islamische Extremismus die Hauptursache der Verfolgung dar.
  • In Afrika, Asien und Mittleren Osten treiben islamische Extremisten die Radikalisierung größerer Bevölkerungsteile voran und stürzen ganze Länder in Krieg und Chaos. Befeuert wird diese Entwicklung durch den Bruderkampf zwischen Sunniten und Schiiten mit ihren Schutzmächten Saudi-Arabien (Rang 12) und Iran (Rang 10).

Warum Asien einen guten Nährboden für den „IS“ bietet

  • Der „Islamische Staat“ (IS) breitet sich nach seinen Gebietsverlusten im Nahen Osten nun in Asien aus. Dort ist das „Saatgut des islamischen Extremismus“ bereits seit Jahrzehnten ausgebracht. Indonesien (Rang 38) und Malaysia (Rang 23) waren zu lange nachlässig im Umgang mit Extremisten: „Es kann durchaus sein, dass sie nun von der Entwicklung überrollt werden.“ Auch in Bangladesch (Rang 41) gibt es zunehmend Übergriffe auf religiöse Minderheiten (Christen und Hindus), Ausländer und liberale Schriftsteller. Beunruhigend ist ferner der steigende Einfluss von Saudi-Arabien, etwa auf den Malediven (Rang 13) und in Indonesien (Rang 38) durch den Bau von Moscheen oder Islamschulen. Dadurch werde die strenge wahhabitische Auslegung des Islams verbreitet: „So entstehen von Intoleranz geprägte Gesellschaften, die nur den Islam zulassen und somit Religionsfreiheit mit Füßen treten.“

                                                                                          

Negativ-Aufsteiger des Jahres: Nepal und Indien

  • Indien rückte von Rang 15 (2017) auf Rang 11 vor. Die Gewalt gegen Christen ist sprunghaft gestiegen, ihre Lage hat sich dramatisch verschlechtert: 2017 wurden über 600 Übergriffe auf Christen registriert, das sind in etwa so viele wie in den 3 vorhergehenden Jahren (2014 bis 2016) zusammengenommen. 2014 verkündete Rajeshwar Singh von  der Gruppe Dharm Jagran Samit (DJS), bekannt für Zwangs(rück)bekehrungen zum Hinduismus, Indien werde bis zum Jahre 2021 frei sein von Christen und Muslimen. Indiens Premierminister Modi unterstützt die Hinduisierung seines Landes, die auf den Prinzipien der Hindutva-Ideologie: „Eine Religion, eine Kultur und ein Volk“ basiert. Dementsprechend hat sich seit dem Regierungsantritt Modis im Mai 2014 die Position Indiens auf dem WVI  um insgesamt  17 Ränge verschlechtert: 2014 (28);  2015 (21); 2016 (17);  2017 (15) und  2018 (11).  
  • Nach 10 Jahren kehrt Nepal auf den Weltverfolgungsindex zurück - direkt auf Platz 25 - und weist damit den stärksten Negativtrend auf.
  • Auch 3 buddhistische Länder finden sich auf dieser Negativ-Rangliste: Myanmar (24), Bhutan (33) und Sri Lanka (44).  Hier erfolgt die Verfolgung unterschwelliger. Christen würden gezwungen buddhistische Schulen zu besuchen und müssten dort an den religiösen Ritualen teilnehmen.

 

Konvertiten zum Christentum - am stärksten verfolgt

  • Die in vielen Ländern am stärksten verfolgte Gruppe sind christliche Konvertiten, also Menschen, die sich von der Mehrheitsreligion ihres Umfeldes dem christlichen Glauben zugewendet haben.
  • In diesem Zusammenhang rückt auch Europa ins Blickfeld, und dies in zweierlei Hinsicht.
  • droht vielen dieser Glaubensgeschwister nach der Flucht aus ihrer Heimat die Abschiebung. Markus Rode, Vorstandsvorsitzender von Open Doors Deutschland: „Obwohl bekannt ist, dass der Iran, Afghanistan und Pakistan zu den schlimmsten Christenverfolgerstaaten gehören, sollen christliche Flüchtlinge - zumeist muslimischer Herkunft - abgeschoben werden in eben diese Länder, wo ihnen wegen Abfall vom Islam der Tod droht.“

Und zweitens,  weil christliche Flüchtlinge, insbesondere Konvertiten, auch in europäischen Flüchtlingslagern Übergriffen durch   Muslime (Flüchtlinge und Wachpersonal)  ausgesetzt sind. Zwei Open-Doors-Studien, präsentiert im Mai und Oktober 2016, dokumentieren Hunderte derartiger Übergriffe allein in Deutschland.

 

Wann spricht Open Doors von Verfolgung? 

Open Doors - UNCHR - EU  

  • Eine allgemein gültige Definition des Begriffs „Verfolgung“ gibt es nicht. Open Doors orientiert sich am Verfolgungsbegriff des UNHCR (UN-Flüchtlingshochkommissariat) und der EU: Danach zählt nicht nur Bedrohung von Leib und Leben oder Freiheit als Verfolgung, sondern auch Diskriminierung und andere Menschenrechtsverletzungen. Und nicht nur Verfolgung durch den Staat, sondern auch durch Gesellschaft und Familie wird erfasst.
  • Verfolgung herrscht also nicht nur, wenn der Staat Einzelne oder ganze Gruppen von Christen wegen ihres Glaubens einsperrt, verletzt, foltert oder tötet, wie es in vielen Ländern Realität ist. Verfolgung herrscht auch dann, wenn Christen aufgrund ihres Glaubens beispielsweise ihre Arbeit oder ihre Lebensgrundlage verlieren, wenn Kinder aufgrund ihres Glaubens oder des Glaubens ihrer Eltern keine oder nur eine schlechte Schulbildung bekommen oder Christen aufgrund ihres Glaubens aus ihren angestammten Wohngebieten vertrieben werden. Ebenso verhält es sich, wenn es Christen nicht erlaubt ist, Kirchen zu bauen oder sich auch nur privat zu versammeln, wenn die Registrierung einer christlichen Gemeinde oder Organisation nur unter schikanösen Bedingungen oder auch gar nicht möglich ist. Auch wenn es Andersgläubigen gesetzlich oder zumindest gesellschaftlich nicht erlaubt ist, zum Christentum zu konvertieren und sich zum christlichen Glauben zu bekennen – wenn Gläubige also mit Konsequenzen für Familie, Besitz, Leib und Leben rechnen müssen – spricht Open Doors von Christenverfolgung.
  • In den vergangenen Jahren hat Open Doors zunehmend beobachtet, dass sich die Verfolgung von Christen von staatlicher Seite immer mehr auf die private Ebene der Familie, der Nachbarn und Dorfgemeinschaften verlagert hat. Auch dieses Phänomen ist als Verfolgung zu verstehen, da es für die Opfer keinen Unterschied macht, wer sie verfolgt. Dazu kommt, dass in diesen Fällen ein christenfeindlich eingestellter Staat regelmäßig nicht interveniert – weder mit polizeilichem oder militärischem Eingreifen noch mit einer späteren Untersuchung der Verantwortlichkeit, was aber seiner völkerrechtlichen Verantwortung entspricht.

EKD und Deutsche Bischofskonferenz

Demgegenüber heißt es im zweiten „Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz vom Dezember 2017, dass eine Verfolgung nur in wenigen Staaten mit „derartiger Intensität betrieben werde, dass der Begriff im umgangssprachlichen Sinne“ angemessen wäre. Im Bericht der beiden großen Kirchen ist deshalb zumeist von „Bedrängung“ oder „Diskriminierung“ die Rede.

 

Open  Doors: Verfolgten helfen und eine Stimme geben

  • Open Doors veröffentlicht nicht nur seit 1993 jährlich einen Weltverfolgungsindex, sondern hilft verfolgten Christen aller Denominationen in über 60 Ländern, und dies schon viel länger.
  • Die Organisation wurde 1955 von dem Niederländer Anne van der Bijl gegründet, der als Bruder Andrew oder „der Schmuggler Gottes“ weltweit bekannt wurde. 1955 bereiste er das sozialistische Polen, wo er auf die Lage der Christen aufmerksam wurde, die aufgrund ihres Glaubens unter großer Repression standen.

Ab 1957 fuhr van der Bijl regelmäßig mit einem VW-Käfer in die Länder hinter dem Eisernen Vorhang. Dabei schmuggelte er in seinem Gepäck Bibeln in den jeweiligen Landessprachen, die er an einheimische Christen weitergab. Aus diesem Ein-Mann-Dienst entwickelte sich das international tätige Hilfswerk Open Doors. Zu Beginn standen die kommunistischen Länder Osteuropas und China im Fokus der Arbeit. Seit 1978 engagiert sich Open Doors für verfolgte Christen im Nahen Osten sowie in anderen islamischen Ländern.

  • laufende Informationsarbeit
    • kostenloses Informationsmaterial (u.a. Monatsmagazin, Sonderhefte)

So gibt es zum aktuellen Weltverfolgungsindex ein kostenloses Sonderheit: Gesichter der Verfolgung - Weltverfolgungsindex 2018.

 

Wien, Mittwoch 17.1.2018

 

 

 

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