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Leben - Spielball der Interessen?

Sehr geehrte Abgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung

Als Teilnehmer der Lebenskonferenz, wo heute ausgiebig der Gesetzesentwurf zur Reform des Gesetzes für Fortpflanzungsmedizin diskutiert wurde, wende ich mich an Sie mit einer sehr prinzipiellen Frage, welche den Gesetzestext an sich transzendiert.

Ich nehme an, dass Sie ebenso überrascht wie ich über den Umstand waren, wie wenig Zeit zur Begutachtung des Entwurfs gewährt wurde. Wie gefällt Ihnen das? Will man Sie überrumpeln? Ein Thema, das so direkt und tief mit allen Fragen des Lebens verwoben ist, hätte weit mehr Zeit zur Reflexion verdient.

Ich habe es heute so formuliert, und möchte diese Gedanken als Denkanstoß weiterleiten:

Leben – Spielball der Interessen?
Wer definiert, wer profitiert?

Ist es nicht so, dass der Verdacht nahe liegt, die Interessen einiger sollten möglichst rasch und ohne Diskussion durchgesetzt werden, wenn diesem Entwurf so wenig Zeit gegeben wurde? Ich bitte Sie dringend, die Interessen und Lobbys dahinter zu orten und zu hinterfragen. Ist es nicht so, dass das Leben ein sehr komplexes Ding ist, welches zu beschreiben eine Ethik-Kommission wohl ein ganzes Jahr intensiver Diskussion benötigen würde, um am Ende doch nur ein ungefähres Statement abgeben zu können? Und Sie sollen darüber in nur zwei Wochen befinden und über ein Gesetz abstimmen?

Wer definiert – wer profitiert? Ohne klare und eindeutige Definition der Begriffe, um die es geht, sollten Sie nicht darüber abstimmen – weder pro noch kontra – denn Sie wissen dann ja gar nicht, was Sie da tun. Ihnen ist ohne diese Recherchen auch nicht bewusst für wen Sie es tun, wer letztlich davon profitiert, und wer (im Umkehrschluss zum Profit) zu Schaden kommt. Als Sokrates den berühmten Spruch tat: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, da befragte er zuvor allerlei vermeintliche Experten über deren Fachwissen auf politischem, kulturellem und militärischem Gebiet. Er fühlte ihnen mit bohrenden Fragen auf den hohlen Zahn und entlarvte dabei ihr Nichtwissen. „Diese alle meinen, etwas zu wissen, wissen aber doch nichts“, lautete sein Resummé, „Ich aber weiß, dass ich nichts weiß.“

Gerade Fragen solch großer ethischer Tragweite benötigen Zeit zur Reflexion, zur Definition, zum Hinterfragen der Interessenslagen, gerade Ihres eigenen Rufs wegen! Damit Sie nicht zum Handlanger anderer werden und für Folgen verantwortlich gemacht werden, die abzuschätzen Ihnen Zeit und Ressourcen gefehlt haben.

Fordern Sie um Ihrer selbst und unseres Landes Willen das Recht auf Zeit zum Nachdenken ein und verweigern Ihre Stimme zu diesem Entwurf. Im Übrigen wurden mehrere der Inhalte des Gesetzesentwurfes letztes Jahr bei der Bürgerinitiative One of Us mit über 100.000 Stimmen österreichweit abgelehnt. Auch das gehört in Erinnerung gerufen und berücksichtigt.

Hochachtungsvoll

Ing. Alexander Basnar

 

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