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Das neue Fördermodell für die Familie

Das neue Fördermodell für die Familie
Erziehungsgeld kombiniert mit Elternteilzeit!
von Dir. i.R. Eleonora Weiss

Europa – auch Österreich – sitzt schon länger in der demografischen Falle, d.h. im Klartext: Kindermangel – Überalterung, fehlende Arbeitskräfte und Pensionszahler – sinkender Wohlstand usw. Man fördert viel (manche meinen zu viel) in Österreich – Karenzgeld, Kindergeld, Kinderkrippen, Kindergarten usw. – und trotzdem gibt es immer weniger Nachwuchs. Was läuft hier falsch in unserer Gesellschaft?

Man hat wohl vergessen, dass Kinder nicht nur Geld kosten, sondern vor allem auch Zeit – Elternzeit – Zuwendung und ständige Bezugspersonen (Mütter) brauchen, wenn sie sich zu lernfähigen und kreativen Persönlichkeiten entwickeln sollen, wie uns dies seit langem schon Psychologie und Gehirnforschung sagen („Bindung geht vor Bildung!“).

In der Frauenpolitik versucht man erfolgreich, den Frauen alle Bildungseinrichtungen zu öffnen, auch in Technik, Forschung oder Wirtschaft, und ihnen entsprechende Karrieren zu ermöglichen. Leider sind Kinder dabei sehr hinderlich – brauchen sie doch viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit – man kann sie nicht einfach „outsourcen“ wie ein Werkstück.

Frauen im Beruf sind finanziell unabhängig, erwerben Geld, Ansehen, machen Karriere und haben eine eigene Pension (40 % der Akademikerinnen haben aber leider keine Kinder).

Frauen, die Kinder zur Welt bringen, sie selbst betreuen und erziehen wollen, verzichten auf finanzielle Eigenständigkeit ebenso wie auf die eigene Kranken- und Pensionsversicherung, auf eine eigene Altersversorgung, aber auch auf Ansehen und Wertschätzung ihrer Arbeit.

Man „lässt sie im Regen stehen“ – ohne sozialen Schutzschirm. Daher verzichten viele Frauen immer öfter auf diese Form der Lebensgestaltung.

Der Slogan „Zurück an den Herd“ wirkt für viele deshalb so bedrohlich, weil er signalisiert: „Zurück zu unbezahlter, unbedankter Arbeit, Verlust von beruflichen Qualifikationen und gesellschaftlichem Ansehen“.

Die Freude an Kindern kann diese Nachteile offensichtlich nicht mehr ausgleichen, obwohl sie oft als Legitimation für den Lohnverzicht herangezogen wird.

Auch Künstler, Lehrer, Priester oder Manager haben hoffentlich oft Freude an der Arbeit, trotzdem haben sie einen Lohnanspruch!

Daher, liebe Frauen von heute, innerhalb und außerhalb der Familien:

Empört Euch über eine Gesellschaft, in der noch immer nicht der gleiche Lohn für gleiche Arbeit selbstverständlich ist!

Empört Euch noch mehr über die „Gratis-Familienarbeit“ mit der ihr für die Gesellschaft den notwendigen „Bürgernachwuchs“ sichern sollt!

Empört Euch über eine Politik, die Euch von Euren Babys wegholen und Euch dazu zwingen will, sie so früh wie möglich in (teuren) öffentlichen Einrichtungen abzugeben, damit ihr wieder „wirtschaftsfit“ werdet, ohne Rücksicht auf den Stress für Mütter und Kinder durch Trennungsschmerzen, Zeitmangel, Ungeduld, welche oft Entwicklungsstörungen zur Folge haben!

Empört Euch über die ungleiche Anrechnung von Pensionszeiten für die Kindererziehung, wo noch immer die Abstände zwischen den Geburten maßgebend sind, d.h. die obligaten 4 Jahre pro Kind werden nur angerechnet, wenn der Abstand zwischen den Geburten 4 Jahre beträgt. Bei engeren Intervallen werden nur die Zwischenjahre gerechnet - eine unakzeptable Benachteiligung der „Mehrkinder-Mütter“!

Wir wollen gleiche Anrechnungsjahre für jedes Kind (4 Jahre). Ab 4 Kindern soll eine Grundpension ohne zusätzliche Berufsjahre möglich sein.

Empört Euch, wenn Eurer Forderung nach „Elternteilzeit“ mit Unverständnis und Benachteiligung begegnet wird und Eure beruflichen Wiedereinstiegsversuche viel zu wenig gefördert werden („... zu alt ...“, „... zu wenig qualifiziert ...“, „... zu wenig Praxiserfahrung...“ u.a.m.)!

Empört Euch auch, Ihr Familienväter, dass man von Euch die gleiche Steuerleistung verlangt, wie von einem „Single“, obwohl ihr eine Familie zu versorgen habt. Wenn es allerdings statt des bisher üblichen „Alleinverdienerfreibetrages“ (ein sehr verräterisches, die Familienarbeit diskriminierendes Wort) einen Familienlohn in Form eines Erziehungsgeldes für den Ehepartner gäbe, würdet Ihr von Eurer „Alleinverdienerrolle“ entlastet, was besonders in Zeiten drohender Arbeitslosigkeit wichtig wäre. Die Familienarbeit Eurer Partnerin wäre damit ein zweites finanzielles, in Notzeiten existenzsicherndes Standbein.

Übrigens: Den meisten Arbeitgebern ist der Familienstand Ihrer Mitarbeiter eher egal, vor allem bei großen Firmenstrukturen. Die Arbeitgeber sind vor allem an der Arbeitsleistung der Mitarbeiter interessiert. Die Sorge für das Wohlergehen der Familien und aller ihrer Mitglieder obliegt wohl dem „Vater Staat“, dem wir ja unsere Steuern zahlen, wie auch der sog. „Zivilgesellschaft“ – denn woher soll sonst der „Bürgernachwuchs“ kommen?? Glaubt man wirklich, Einwanderung allein sei die Problemlösung?

Wir plädieren daher für neue Familien-Fördermodelle:

Familienlohn bzw. Erziehungsgeld für qualifizierte Familienarbeit (Elternführerschein),
kombiniert mit flexibler und qualifizierter Teilzeitarbeit in einem Beruf.

Beispiel A:

100 % Familienarbeit (= Vollzeitmutter oder Vollzeitvater) bei Kleinkindern
= 100 % Familienlohn bzw. Erziehungsgeld.

Beispiel B:

30 bis 80 % Familienarbeit mit Entlohnung
+ 70 bis 20 % qualifizierte berufliche Teilzeitarbeit (ab dem 2. Jahr eines Kindes)
= jeweils 100 % Lohn

Um diese Elternteilzeitarbeit auch für die Betriebe interessant zu machen, sollte Kranken- und Pensionsversicherung aus dem Familienlohn bezahlt und damit die berufliche Teilzeitarbeit entlastet und höher qualifiziert werden.

Eine weitere Möglichkeit – das norwegische Modell:

70 % Arbeitszeit = 100 % Lohn (30 % der beruflichen Arbeitszeit eines Elternteils kann bei gleich bleibendem Lohn in die Familie investiert werden!)

Wichtig wäre die Wahlfreiheit zwischen den einzelnen Modellen, denn jede Familie ist anders strukturiert (mit und ohne Netzwerke, Großeltern etc.). Notwendig ist auch eine flexible Anpassung an die sich ständig ändernde Familiensituation, je nach Alter der Kinder.

Vorteile dieser Modelle – insbesondere für uns Frauen

Kein mehrjähriger totaler Berufsausstieg notwendig, um die Versorgung und Erziehung der Kinder in der eigenen Familie zu ermöglichen.

Kindergartenbesuch erst ab dem 3./4. Lebensjahr, dafür gut ausgestattete Einrichtungen und kleine Kindergruppen (in Wien ist der - katastrophale - Normalfall derzeit: 20 bis 25 Kinder + 1 Pädagogin + 1 Helferin).

Kinderkrippen vor allem für Notfälle, bei schwierigen Familienverhältnissen, Alleinerzieherinnen und dergleichen.

Alles in allem:

  • Keine Karrieren auf Kosten der Kinder!
  • Echte Verbesserung der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf (derzeit nur ein billiges Schlagwort ohne wirkliche Umsetzungsmöglichkeit).
  • Weniger Stress für Eltern und Kinder – daher hoffentlich stabilere Familien und Freude und Mut zu mehr Kindern.

Woher soll das Geld kommen?

  • Einsparungen bei öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen – Umschichtung von Fördermitteln für bezahlte Familienerziehung, die auf jeden Fall billiger ist.
  • Keine Zahlungen für EURATOM nach Brüssel – Durchforstung verschiedener Förderungen und Verpflichtungen unseres Staates – Familie geht vor!
  • „Sanierung“ des derzeitigen Bankenwesens – keine überhöhten Gagen, Bonuszahlungen, Dividenden u.a.m.
  • Keine Mehrfachpensionen usw. usf. ....
  • Geld ist genug vorhanden, es muss nur gerechter verteilt werden

Nach Meinung von seriösen Fachleuten ist ein Familienlohn bzw. Erziehungsgeld auch in Zeiten der Sparpakete machbar – es braucht dazu allerdings in erster Linie die Einsicht in die Notwendigkeit der angeführten Maßnahmen, sowie guten Willen, Phantasie und Augenmaß von Politikern bei der Umsetzung – zum Wohle und zum Erhalt der Zukunft unserer Gesellschaft in Österreich.

 

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