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Christliche Partei Österreichs (CPÖ) will einen Gemeinschaftsdienst und lehnt militärische Bündnisse ab
Presseinformation 15/2012 vom 14. Dez 2012

Die unterschiedlichen Vorstellungen über eine Reform des Bundesheeres und der damit in enger Verbindung stehenden allgemeinen Wehrpflicht oder Berufsheer sollen durch eine Volksbefragung am 20.1.2013 entschieden werden.

Die CPÖ sagt ein klares NEIN zu einem ausschließlichen Berufsheer und zur Beteiligung an militärischen Bündnissen (NATO, Battle Groups im Rahmen der EU) oder Teilnahme an kriegerischen Auslandseinsätzen.

Statt der allgemeinen Wehrpflicht soll ein verpflichtender Gemeinschaftsdienst eingeführt werden.
“Jeder Bürger sollte in seinem Leben eine Zeitspanne der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, weil er auch sehr viel von der Gemeinschaft erhält” meint dazu Dr. Rudolf Gehring,  Bundesobmann der Christlichen Partei Österreichs (CPÖ).

Ein derartiger Dienst stellt eine wichtige Säule in unserer Gesellschaft dar, weil er die Charakterbildung der jungen Menschen fördert, aber auch die Bereitschaft zum Helfen und Schützen stärkt.

Reformvorschläge für den Wehr- und Zivildienst, wie sie schon lange von verschiedener Seite verlangt werden, sollten nicht an der Kostenfrage gemessen und entschieden werden, sondern am Nutzen für die Gemeinschaft und den darin verkörperten Menschen.
Das Konzept der CPÖ sieht eine fundierte Ausbildung für Frauen und Männer vor:

  • Schulung und Übungen für Erste Hilfe, Katastrophendienst, Neutralitätssicherung (Eigenversorgung Lebensmittel, Energie). sowie  eine Einführung in die Waffenhandhabung.

Nach dieser Grundausbildung gibt es für die jungen Männer und Frauen die Wahl zwischen Wehrdienst oder  Zivildienst.

  • In den Bereich des Wehrdienstes fallen der Grenzschutz, die Landesverteidigung, Luftraumüberwachung und der Personenschutz.
  • In den Bereich des Zivildienstes fallen Sanitätsdienst, Altenpflege und Agrareinsatz.
  • Der Katastropheneinsatz sollte von beiden Gruppen geleistet werden.
  • Der Wehrgedanke soll seine Fortsetzung in einem Milizheer nach dem Vorbild der Schweiz finden

Dazu sind geschulte Ausbilder erforderlich, welche die Talente und Fähigkeiten des einzelnen erkennen und fördern.

Um den Gemeinschaftsdienst für junge Männer und Frauen attraktiver zu gestalten sollte der Start in eine berufliche Zukunft (Arbeitsplatz oder Studium) erleichtert werden.
Desgleichen sollten die Absolventen des Gemeinschaftsdienstes bei der Wohnungssuche unterstützt werden.
Von der Pflicht zum Gemeinschaftsdienst sollen Mütter befreit sein.

Argumentation

Ein Berufsheer birgt die Gefahr, dass es rasch ein Feindbild aufbaut und für die Durchsetzung von wirtschaftlichen oder machtpolitischen Interessen missbraucht wird.
Söldner lassen sich auch leichter einsetzen, um gegen das eigene Volk oder im Ausland für Wirtschaftsinteressen zu kämpfen sowie letztendlich zu töten.
Das wäre auch mit der derzeit von Österreich praktizierten Bündnisfreiheit (Neutralität) nicht vereinbar.

Zur Kritik, dass ein verpflichtendes Jahr für unsere Jugend ein verlorenes Jahr sei:
Es ist die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass die Bürger in sozialem Frieden miteinander leben können. Dies ist nur möglich, wenn man auch bereit ist, auf den Nächsten Rücksicht zu nehmen und dem Nächsten zu dienen. Dabei dürfen soziale Unterschiede und Einkommenserwartungen keine Rolle spielen.

Viele gesellschaftlich notwendigen Einrichtungen (Rettung, Feuerwehr, Sozialdienste) könnten ohne Freiwillige nicht existieren. Im Sinne eines sozialen Ausgleiches sollten daher alle jungen Bürger unseres Landes einen Beitrag leisten.

Mütter leisten wertvolle Dienste in der Familien- und Pflegearbeit, daher sollen sie vom verpflichtenden Gemeinschaftsdienst befreit sein.

Unser Konzept für einen Gemeinschaftsdienst mit einer geringen Entschädigung würde das Verständnis und die Beziehung zu den Mitbürgern fördern.
Eine gute Ausbildung, wie sie im Konzept der CPÖ vorgesehen ist (im Unterschied zum reformbedürftigen derzeitigen Zustand) wäre ein wertvoller Gewinn für die Jugend.
Als Basis für ein friedliches Zusammenleben würde die Bereitschaft, dem Nächsten zu helfen und ihn zu schützen, gestärkt werden.

 

 

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