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Der Hirntod ist nicht der natürliche Tod

Das Lebensrecht des Menschen besteht „von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende“. So hat Papst Benedikt XVI. am 7. September 2007 in der Wiener Hofburg den österreichischen Politikern ins Gewissen geredet. Der deutsche Bischof Algermissen spricht vom Wert des Lebens eines jeden Menschen „vom Beginn seiner Existenz bis zum letzten Atemzug“ und der Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Levada fordert Anerkennung der gottgegebenen Würde des Menschen „von der Zeugung bis zum natürlichen Tod“.


Aber was ist das: der „natürliche Tod“? Woran kann man erkennen, ob er schon eingetreten ist oder erst noch bevorsteht? Und: kann nicht auch der sogenannte „Hirntod“ der natürliche Tod des Menschen sein?

In KKK (Katechismus der Katholischen Kirche) Kapitel 2296 lesen wir, es sei sittlich unzulässig, „den Tod eines Menschen direkt herbeizuführen, selbst wenn dadurch der Tod eines anderen Menschen hinausgezögert würde“. Ebendort findet sich aber auch der oft zitiertet Satz: „Die Organspende nach dem Tod ist eine edle und verdienstvolle Tat.“ Dabei geht es nicht um ärztliche Todesfiktionen oder den unzutreffenden Begriff „postmortale Organspende“. Die entscheidenden Worte „nach dem Tode“ im KKK versteht vielmehr nur der richtig, der auch zum Tod des Menschen unser Glaubenswissen nach den Lehraussagen des KKK zur Kenntnis nimmt.

Die von Johannes Paul II. angestoßene Suche nach verlässlichen Zeichen des Todes hat sich unter Benedikt XVI (in seiner Rede vom 7. November 2008 betont er die Zulässigkeit der Organentnahme nur „ex cadavere“, also nur aus der leblosen Leiche) im Februar 2009 in einem Kongress „signs of life“ („Zeichen des Lebens“) fortgesetzt. Denn man hatte erkannt, dass es für die sichere Bestimmung des Todes weniger auf die Suche nach sicheren Todeszeichen ankommt, als vielmehr auf das Vorhandensein von Zeichen des Lebens: Solange der Leib des Menschen Lebenszeichen zeigt, ist der Mensch nicht tot. 
Da im Tod allein unser Leib stirbt, kennzeichnet erst der Fortfall der Lebenszeichen des Leibes (Atmung, Herzschlag, Kreislauf) den Eintritt des natürlichen Todes: Exakt die Lehraussage des KKK (365f, 1005, 1022).

„Nach dem Tode“ gewonnene Organe, Organe aus einer Leiche sind für die Transplantation unbrauchbar. Die Organtransplantation benötigt für ihren Erfolg beim Organempfänger Organe, die bis zur Organentnahme selbst sauerstoffreich durchblutet sind. Im Englischen wird die Organspende als „Vital Organ Donation“ bezeichnet, als Spende „lebensfrischer Organe“. Aus Leichen Verstorbener sind sie nicht zu bekommen.

Schon wenige Monate nach Barnards Erst-Transplantation trat 1968 an der angesehenen Universität von Harvard ein „Ad hoc Komitee“ zusammen, um eine neue Todesdefinition zu verabschieden: Das „irreversible Koma“ später „Hirntod“ genannt. So war der Rechtsschutz der Ärzte gegen Strafverfolgung und ein erleichterter Zugang zu Organen für weitere Organtransplantationen zunächst erreicht. 
Schon im Komitee selbst kam es zum Streit über diese Verabredung. Der wissenschaftliche Streit über die neue Todesdefinition des sogenannten Hirntods hält seither und bis heute unvermindert an und hat sich in den letzten Jahren entscheidend verschärft. Zahlreiche Wissenschafter – wie Alan D. Shewmon, Franklin G. Miller, Robert D. Truog, Seema K Shah – sagen uns heute, die Hirntod-Definition sei eine die Fakten verschleiernde Fiktion. 
Miller & Truog etwa schreiben wörtlich (Hastings Center Report, Dez. 2008): „We deny that brain death constitutes death of human being“ –  „wir bestreiten, dass der Hirntod der Tod des Menschen ist.“ Sie betonen, dass die Ärzte durch die Organentnahme selbst den Tod des Patienten verursachen. Die Organentnahme erfolgt also nicht „nach dem Tod“, sie ist der Tod des Patienten.

Weltweit haben sich aufgrund der „Hirntod“-Konvention unterschiedliche Systeme ausgebildet. Gemeinsam ist allen die Fiktion, der Organspender sei schon vor der Organentnahme tot. In einigen Ländern gilt die „Zustimmungslösung“: Nur bei ausdrücklicher Zustimmung (etwa durch Organspende-Ausweis) dürfen Ärzte einem „hirntoten“ Patienten Organe entnehmen. In Deutschland soll gerade die „Erklärungslösung“ eingeführt werden: Jeder Bürger wird befragt, ob er der Spende zustimmt oder nicht. Die Antwort wird auf der E-Card gespeichert. 
Den weitesten Spielraum haben die Ärzte in Ländern mit der „Widerspruchslösung“, zu denen Österreich gehört: Hier gilt automatisch jeder Bürger als Organspender, der nicht bei einem zentralen Register vorab Widerspruch gegen die Spende eingelegt hat. Liegt kein Widerspruch vor, ist es allein die Entscheidung der Ärzte, ob der jeweilige Patient zur Organentnahme freigegeben oder doch seine Lebensrettung versucht wird. 
Von der Möglichkeit des Widerspruchs haben in Österreich weniger als ein Prozent der Bevölkerung Gebrauch gemacht. Bedenkt man das Risiko, wegen mangelnden Widerspruchs zu Tode zu kommen, so erstaunt diese geringe Zahl, die auf die auch hierzulande fehlende Aufklärung über die Fakten rings um die Organentnahme und mögliche Tragweite dieser „Widerspruchslösung“ für unsere Kinder und Enkel und jeden Einzelnen von uns hinweist.

Text auszugsweise und mit ausdrücklicher Genehmigung übernommen aus VISION 2000, Ausgabe 2_2012.

Eintragung ins Widerspruchsregister
Wer in Österreich verhindern will, ungewollt zum Organspender zu werden, erreicht dies durch Eintragung ins Widerspruchsregister. Auskünfte und Formulare zum Widerspruch gegen Organentnahme erhält man unter der Tel.Nr.: 01 515 61171 und als Download unter www.goeg.at/de/Widerspruchsregister
Formulare mit Originalunterschrift bitte an die GÖG, z. Hd. Susanne Likarz, Stubenring 6, 1010 Wien senden.

 

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