Grundsatzprogramm

 

Prinzipien einer christlichen Wirtschaftspolitik, die zweite Ebene

Sie normieren im Rahmen der Grundsätze der ersten Ebene – Personalität, Solidarität, Subsi-diarität und Gemeinwohl – die institutionellen Prinzipien wirtschaftlichen Handelns auf Basis der Menschenwürde und der menschlichen Freiheit.

Das PRIVATEIGENTUM, die korrelierende VERTRAGSFREHEIT und damit die Möglichkeit jegli-chen Erwerbs für jeden durch Arbeit, Intelligenz und Fleiß ist wesentliche Grundlage. Die soziale Funktion des Eigentums verlangt bei seinem Gebrauch die Berücksichtigung des Ge-meinwohls und des Wohls des Anderen. Im Gegensatz zum freiwilligen Gemeineigentum lehnen wir die Verstaatlichung als Zwangseingriff ab.

MARKTWIRTSCHAFT basiert auf Privateigentum und Vertragsfreiheit, als Pendant zur christli-chen Gesellschaftsordnung unterliegt sie deren moralischen und gesellschaftlichen Zielset-zungen. Aufgabe des Gemeinwesens ist es, den juristischen Rahmen für die ökonomischen Beziehungen festzulegen und damit gleiche Chancen für alle zu gewährleisten, sich jedoch grundsätzlich jeder wirtschaftlicher Aktivität zu enthalten. Zur Korrektur, z. B. bei Monopol-bildung, zur Anregung unzureichender Wirtschaftstätigkeit und Stützung in Krisen soll das Gemeinwesen helfend eingreifen. Hinzu tritt die moralische Verpflichtung jedes Einzelnen, aus eigenem Antrieb und eigenem Einkommen/Gewinn hilfebedürftige Mitmenschen zu un-terstützen und damit der sozialpflichtigen Verantwortung des Menschen, sei er nun Arbeit-nehmer oder Unternehmer, gerecht zu werden. Ziel ist ein Wirtschaftssystem, in dem der soziale Ausgleich schon vorab ohne staatliche Eingriffe entsteht.

NATÜRLICHE GELDORDNUNG durch Etablierung eines Warengeldes, Auflösung des Geldmo-nopols des Staates und Abkehr vom Zwangspapiergeld ist eine Hauptforderung, begleitet von der Aufhebung der Zahlkraftgesetze. Inflation, Umverteilung von unten nach oben und Verschuldung werden damit reduziert. Notwendige Ergänzung ist die Unterbindung von Zir-kulationskrediten im Bankensystem durch die Abkehr von der Teilreservedeckung hin zur Volldeckung der Sichtguthaben.
ZINSEN für Produktivdarlehen sind unter dem Aspekt der christlichen Morallehre als Alterna-tive zu aktiven Geschäftsbeteiligungen grundsätzlich angebracht. Eine direkte Unterneh-mensbeteiligung ist der bloßen Überlassung der eigenen Ersparnisse gegen einen Gewinnan-teil aber vorzuziehen. Eine natürliche Geldordnung wird der Zins- und Zinseszinsfrage ihre heutige Bedeutung nehmen.

DEZENTRALISIERTES SOZIALWESEN in Form von FÜRSORGE und VORSORGE, orientiert an der Chancengerechtigkeit anstatt der Verteilungsgerechtigkeit, gehört zu den wichtigsten Auf-gaben der Gemeinwesen. Die Priorität liegt jedoch im Sinne der Subsidiarität zunächst bei der Eigenvorsorge und  kleinräumigen Institutionen wie Familien, Gemeinden, Pfarren, Verei-nen. Auf persönlichen Beziehungen beruhend vermögen sie die materielle und seelische Di-mension jeder Notlage besser zu erfassen sowie menschenwürdiger und effizienter zu betreuen.

BESCHÄFTIGUNGSSICHERUNG, konkret die Vollbeschäftigung, zählen wir zu den vornehms-ten Zielen einer christlichen Wirtschaftspolitik, da der Mensch seine Würde auch aus der Ar-beit bezieht. Adäquate Maßnahmen in Krisensituationen sollen daher maßgeschneiderte Pa-kete zur Steigerung der Beschäftigung und Stärkung des Nahraums/ der Kleinbetriebe um-fassen wie z. B. das Vorziehen öffentlicher Aufträge im Bauwesen, die Förderung neuer Technologien, der Familien udgl.

SELBSTÄNDIGE KLEINRÄUMIGE WIRTSCHAFTSEINHEITEN zu schaffen/stärken wollen wir durch bürokratische Erleichterungen, günstige Kreditvergaben, öffentliche Aufträge, höhere Verga-begrenzen für die Gemeinwesen u. a. m.  erreichen. Mittels Fördermaßnahmen für Selbstän-dige muss die hohe Lohnabhängigkeit (dzt. >80 %) abgebaut werden, damit mehr Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können.

CHRISTLICHES STEUERKONZEPT hat die Minimalbelastung der Staatsbürger zur Pflicht. Des-halb werden wir das Steuerwesen nach den ethisch-sozialpolitischen Grundsätzen der All-gemeinheit, Gleichheit und Verhältnismäßigkeit sowie dem Budget-Nulldefizit ausrichten. Als Basis für einfache und niedrige Steuertarife sind hoheitliche und soziale Aufgaben nach der Subsidiarität und Chancengerechtigkeit neu zu strukturieren, die Verwaltung ökonomisch zu organisieren und Prozeduren/Verfahren in vorzugebenden rechtlichen Rahmen zu deregulie-ren. Die Familie als Keimzelle und Erhalterin der Gemeinwesen ist u. a. durch ein Mütterge-halt, Familiensplitting, besonders zu fördern.
2. Die persönliche Verantwortung im wirtschaftlichen  Handeln, die dritte Grundsatzebene, umfasst jene Rechte und Pflichten, welche die Menschen in ihrer Entwicklung fördern.

PFLICHT ZUR ERWIRTSCHAFTUNG DES EIGENEN LEBENSUNTERHALTS – dies ist grundsätzlich  jedem Menschen aufgetragen. Wie die Wirtschaft hat auch die Arbeit Mittel zum Zweck auf seinem Lebensweg zu sein. Als solches wollen wir sie auf die menschliche Natur ausrichten: Die Arbeitsabläufe müssen wieder das Ruhegebot an Sonn- und Feiertagen berücksichtigen, Produktion und, soweit möglich, Dienstleistung sind dem biblischen Wochen- und Jahres-rhythmus anzupassen, die technologische Entwicklung ist auf diesen Rhythmus auszurichten.

GERECHTER LOHN ohne Unterschied des Geschlechts ist unsere Grundvoraussetzung für den Lebensunterhalt. Die Arbeit muss den Menschen und auch seine Familie ernähren, ein men-schenwürdiges Dasein ermöglichen und die Bildung von Ersparnissen zulassen. Da die Arbeit mit ihrem personalen Charakter hauptsächliche Wirkursache im Produktionsprozess ist, folgt daraus ein gerechter Anteil auch am Mehrwert des geschaffenen Produktes.

BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG (UMWELTSCHUTZ): Das an sich positive Streben nach Gewinn hat sich dem verantwortungsvollen Umgang mit der Welt/ deren Ressourcen unterzuordnen. Daher werden wir alle laufenden und insbesondere neuen wirtschaftlichen Aktivitäten und Produkte auch einer Beurteilung hinsichtlich der Bewahrung der Schöpfung/ Schonung der Ressourcen sowie der Umweltverträglichkeit unterziehen, Rentabilitätsüberlegungen allein reichen uns nicht aus.

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