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Keine Normung der „geschlechtersensiblen/-gerechten“ Sprache

Keine Normung der „geschlechtersensiblen/-gerechten“ Sprache

Trotz eines sehr einseitig gestalteten Dialogforums „Geschlechtersensibler Umgang mit Sprache“ (vier von fünf Impulsreferaten waren dafür, das fünfte indifferent; es gab kein Referat zu den Gegenpositionen) wurde am 30.10.2014 das Ansinnen, eine Norm für das „geschlechtersensible“ Formulieren zu definieren, ad acta gelegt. Ein paar Gedanken dazu:

Der Gebrauch zweier Begriffe im Programm zum Dialogforum, die sich deutlich voneinander unterseiden, verlangt eine Klärung: „geschlechtergerecht“ beim Programmpunkt „Impuls“; „geschlechtersensibel“ im Titel der Veranstaltung. Das eine impliziert die Forderung nach Umsetzung eines Rechtsanspruchs; das andere kommt eher einer höflichen bitte um Rücksichtnahme und Wertschätzung nahe; wir mögen doch bitte etwas sensibler und empfindsamer werden. Was nun? Geht es um Recht oder um Barmherzigkeit – oder weder noch?

Es geht zuerst einmal um die Sprache, welche per se weder ungerecht noch unbarmherzig ist. Erst in zweiter Linie kann man über den Umgang mit unserer Sprache reden. Der Umgang mit Sprache hat jedoch mit Sprachkompetenzen zu tun, mit der Kenntnis und dem Gebrauch von Grammatik, Syntax, Semantik und Wortschatz zur Übermittlung einer Botschaft oder Aussage. So weit will man aber nicht denken. So steht denn am Anfang aller geschlechtersensiblen/-gerechten Bemühungen die Unkenntnis über die deutsche Sprache; mehr noch: Der Unwille, zwischen Genus und Sexus (grammatischem und biologischem Geschlecht) zu unterscheiden. Man muss bewusst „Unwillen“ unterstellen, denn „Unkenntnis“ trifft eigentlich nicht zu. Das grammatikalische Maskulinum schließt gemeinhin das weibliche Geschlecht mit ein. Niemand glaubt etwa, dass bei der Studentenrevolte von 1968 nur männliche Studenten beteiligt waren. Das gilt für alle Berufs-, Standes- oder Funktionsbenennungen (Titel u.dgl.), welche durch inklusive generische Maskulina oder auch Feminina (die Fachkraft, die Person, i.Ö.: die Kunde ((Abnehmer, Käufer)), u.a.) bezeichnet werden. Will man differenzieren, muss man „männliche bzw. weibliche Studenten“ (bzw. Studentinnen) sagen, da ansonsten die Summe aller Studenten beiderlei Geschlechts verstanden wird. Wer das bestreitet, will Sprache missverstehen.

Eine wiederholte Erfahrung der gesellschaftlichen Wirklichkeit zeigt, dass bei Fussball-Länderspielen in der Bundeshymne nach wie vor aus Überzeugung und sehr laut die „Söhne“ besungen werden, weil selbstverständlich ist, dass damit alle männlichen und weiblichen Österreicher gemeint sind.

Weil das der überwiegenden Mehrheit aller, die Deutsch als Muttersprache haben und beherrschen, klar ist, ist der Ärger über die aus Unwillen und ideologischer Motivation heraus geforderte Verfremdung der Sprachregeln verständlich und gerechtfertigt. Umso größer nun die Erleichterung über den Teilerfolg, das Ende des Versuchs „geschlechtergerechtes/-sensibles“ Formulieren zu normieren.

Der nächste Schritt wäre die Forderung nach verpflichtenden Deutschkursen für alle politisch Verantwortlichen, welche nach wie vor in autoritärer Manier diese Sprachregelung „top-down“ per Dekret verordnen und durchsetzen wollen. In der Folge muss auch über Schadenersatzansprüche nachgedacht werden für alle, welche durch den Gender-Zwang berufliche Nachteile (von nicht Anerkennung schriftlicher Arbeiten bis hin zu Mobbing/Sexismusvorwurf) erlitten haben.

Bei all dem teilen wir das Grundanliegen eines wertschätzenden und sensiblen Umgangs untereinander. Dieser erwächst jedoch nicht aus oktroyierten Sprachregelungen, welche gegenteilige Reaktionen provozieren, sondern aus den Zielen der Menschenbildung; es gibt keine Abkürzungen im Bildungsbereich; die Fokussierung auf fragwürdige und umstrittene Symbolhandlungen ist jedenfalls der falsche Weg. Eine Rückbesinnung auf Tugenden wie Höflichkeit, Rücksichtnahme und Respekt, welche im Gefolge der Studentenrevolution von 1968 vernachlässigt wurden, wäre ein zielführenderer Ansatz.

A.B.

 

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